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„Wird Afghanistan in der EU falsch dargestellt, Herr Feroz?"

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Am 19. November 2021 durften unsere beiden EU-Juniorbotschafter, Philipp Burtscher und Luca Schöch, 4db, ihren ersten öffentlichen Auftritt absolvieren und den Journalisten und Buchautor Emran Feroz im Dornbirner Spielboden interviewen. Hier der Bericht:

Emran Feroz ist 1991 in Innsbruck geboren. Er berichtet regelmäßig aus Afghanistan und ist für zahlreiche deutsch- und englischsprachige Medien tätig, darunter für Die Zeit, das US-Magazin Foreign Policy, CNN, die New York Times, den Deutschlandfunk sowie das österreichische Nachrichtenmagazin Profil. 2021 wurde Feroz für seine Arbeit mit dem österreichischen Concordia-Preis in der Kategorie „Menschenrechte" ausgezeichnet.

Thema des Abends war „Afghanistan nach dem Sieg der Taliban". Vor der offiziellen Veranstaltung konnten wir Emran Feroz und den Moderator Thomas Schimidinger, Politikwissenschaftler und Lektor an der Uni Wien, in lockerer Atmosphäre zu ihren Arbeitsschwerpunkten befragen.

Wir interviewten vor allem Emran Feroz zu wichtigen Themen, beispielsweise ob Afghanistan in der EU richtig dargestellt wird, ebenso hinsichtlich der Frage, wie die EU gezielt Hilfe leisten kann, die auch dort ankommt, wo sie tatsächlich gebraucht wird – Korruption und Machtmissbrauch ist laut Emran Feroz ein alltägliches Problem in Afghanistan – und war es auch während der zwanzigjährigen amerikanischen Besatzung.

Emran Feroz´ drittes Buch „Der längste Krieg – 20 Jahre War on Terror" wurde vor kurzem veröffentlicht. Es ist ein Buch, das über die Gräuel eines verbrecherischen Krieges berichtet und gleichzeitig einen völlig neuen Blick auf ein Land und seine Menschen ermöglicht. Menschen, die uns mit ihren Ängsten und Sorgen weitaus weniger fremd sind, als wir das vorher angenommen haben…

„[…] Der Krieg in Afghanistan hat den Terror nicht besiegt, sondern massiv zu dessen Verbreitung beigetragen. […]" (Der längste Krieg, S. 19)

Nach unserem Interview berichtete Feroz über die aktuelle Situation in Afghanistan und las ein Kapitel aus seinem neuen Buch vor. Die Veranstaltung wurde auch interaktiv via Zoom übertragen und so entwickelte sich eine interessante Diskussion, aus der wir einiges an Informationen mitnehmen konnten.

Das Gespräch mit Emran Feroz und Thomas Schmidinger war für uns sehr inspirierend. Es zeigte uns eine völlig neue Sichtweise auf Afghanistan bzw. unsere Welt. Wer hat schon heutzutage die Möglichkeit, einen unabhängigen afghanischen Journalisten, einen Zeitzeugen, einen Beobachter, einen Helfer zu interviewen?! Wir, die EU-Juniorbotschafter der hak has fk, hatten sie!

PS: Das neueste Buch von Emran Feroz „Der längste Krieg – 20 Jahre War on Terror" findet ihr übrigens handsigniert in unserer Schulbibliothek.

Luca Schöch, Philipp Burtscher, EU-Juniorbotschafter der hak has fk😊

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